aktenlage
Zeitschrift für Regionalgeschichte Selm und Umgebung - ISSN 2366-0686

Gesellschaft

Dieter Gewitzsch

Mode im März 1850

Die Hinterlassenschaft des Amtes Bork und der überörtlichen Behörden gibt nicht nur über das Verwaltungshandeln der Zeit Auskunft; den Akten ist auch zu entnehmen, wie der Staat auf die Gesellschaft blickte und was ihn am Treiben der Menschen interessierte.

Was immer passierte oder gar in der Zeitung stand, es war üblich, dass man „höheren Orts“ einen amtlichen Bericht erwartete. Zum verwaltungsinternen Informationsfluss gab es kaum eine Alternative.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts enthält die besonders lebhaft „erzählende“ Korrespondenz der Behörden Hinweise auf Personen und Vorkommnisse, die eine Rubrik „Gesellschaftsnachrichten“ füllen könnten.

Beiträge

Bork wie es singt und lacht (1886)   >>

Der Verein "Union" lud über eine Anzeige im Lüdinghauser Volksblatt zu einem Theaterabend ein, an dem drei kurze Stücke aufgeführt wurden.

Friedrich Wilhelm III. geruhte zu entscheiden (1816)   >>

Anfang Juli 1816 erhielt Freiherr vom Stein die langersehnte Nachricht, dass der König den Tausch seines Gutes Birnbaum gegen Cappenberg genehmigt hatte. - Das Warten war ihm schwer gefallen. 

J. V. Cirkel - Post-Expediteur und Dichter (1824)   >>

Mit dem Verfassen von Gedichten versuchte Cirkel sich von seinen Krankheiten abzulenken. Freiherr vom Stein unterstützte den jungen Mann aus Bork, der sich 1824 an August Wilhelm von Schlegel wandte und um eine Beurteilung seiner Arbeiten bat.   

Vikar Madel will nicht mehr (1827)   >>

Viereinhalb Morgen Gartenland schenkte Vikar Madel 1827 der Schule, den Armen, der Kirche und dem Pastorat zu Selm. Bald darauf war er sich seiner Sache nicht mehr so sicher.   

Zwei Pfarrer machen ihre Testamente 1830 + 1832   >>

Adolph Ewers, Pfarrer in Selm, und Theodor Kemner, Pfarrer in Cappenberg, hinterlegen 1830 und 1832 ihre Testamente beim Land- und Stadtgericht in Werne.  

Wilhelm Brüning wird Ökonomierat und Bruder Franz Anton reist nach Königsberg (1861)   >>

Die Krönungsfeierlichkeiten für das preußische Königspaar (Wilhelm I. und Augusta) boten Gelegenheit, Privatpersonen, welche sich um das landwirthschaftliche Gewerbe verdient gemacht haben, mit dem Titel "Ökonomierat" auszuzeichnen. 

Auf dem Weg zum Oberbergrat:  Rudolph Brüning (1835-1899)   >>

Bis zu seinem 13. Lebensjahr besuchte der 1835 zu Botzlar geborene Sohn des Gutspächters Wilhelm Brüning die Elementarschule in Selm. Dann folgte eine bemerkenswerte Karriere im Bergbau.   

Nachfolger auf Botzlar: Hugo Brüning (1840-1906)   >>

In ihrem Testament bestimmten der Ökonomierat Wilhelm Brüning und seine Frau Christina, geb. Hagedorn, im Mai 1871, dass der Längstlebende von ihnen Erbe des zuerst Verstorbenen sein solle. Erst nach dem Tod beider Eltern würde der „mittlere“ Sohn, Hugo Brüning, alleiniger Erbe. 

Zu Botzlar geboren, in Bytom geehrt: Georg Brüning (1851-1932)   >>  

Die polnische Stadt Bytom - das frühere Beuthen in Oberschlesien - erinnert sich wieder an den „vergessenen Bürgermeister“ Georg Brüning.

Familie Georg Brüning   >>  

Piotr Obrączka veröffentlichte unter dem Titel "Die Brünings" in der Zeitschrift "ORBIS LINGUARUM" einen "Beitrag zur Biographie des Bürgermeisters von Bytom" (1883-1919), der 1851 auf Gut Botzlar bei Selm geboren wurde. aktenlage.net referiert die Ausführungen zum Familienleben und dem Schicksal der zwölf Kinder des Ehepaars Dorothea und Georg Brüning.   

Der Dortmunder Unternehmer Wilhelm von Hövel ersteigert "Große Buxfort" (1856)   >>

 
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