aktenlage
Zeitschrift für Regionalgeschichte Selm und Umgebung - ISSN 2366-0686

Schriften zur Regionalgeschichte erscheinen auch in der Edition "plattes-land.de"   

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Mairie Bork

Fürstbischöflich, preußisch, französisch und wieder preußisch - und das innerhalb von ca. zehn Jahren. Hinterließen die häufigen Wechsel in einer Landgemeinde Spuren? Erreichten die Veränderungen die Bevölkerung? Und in wie weit können Akten darüber Auskunft geben, mit welchen Beschwernissen oder Erleichterungen, mit welchen Hoffnungen und Ängsten diese Herrschaftswechsel einhergingen?
Diesen Fragen wird nachgegangen. Grundlage dafür sind neben der entsprechenden Literatur besonders die Akten des Stadtarchivs Selm und des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen in Münster. >

Ruthenhiebe und Lebenshülfe

In Westfalen wurden die Bürgermeister – später die Amtmänner –1815 unter anderem zur lokalen Polizeibehörde. In Abstimmung mit den Landräten sorgten Polizeidiener und Nachtwächter und wenn nötig die Gendarmerie für Ruhe und Ordnung in den Gemeinden. Später konnten Konflikte vor einem Schiedsmann ausgetragen werden, schwere Fälle gingen an die Staatsanwaltschaft.
Das Buch „Ruthenhiebe und Lebenshülfe“ handelt von Verordnungen und Gesetzen und dem Arbeitsalltag der Ordnungshüter und den Verbrechen, Vergehen und Übertretungen. Zahlreiche Beispiele aus den Gemeinden des Amtes Bork ermöglichen einen speziellen Blick auf das Dorfleben vor 200 Jahren. >

Plattes Land sucht Anschluss

Erzählt wird die Geschichte vom Bau einer Chaussee durch das "platte Land" am Südrand des Münsterlandes. Als sich der Staat in der Mitte des 19. Jahrhunderts aus dem Straßenbau weitgehend zurückzog, trat ein Zweckverband kleinerer Gemeinden in die Lücke, mutete sich einen finanziellen Kraftakt zu und baute mit den Menschen und den Mitteln der Region einen Anschluss an das Ruhrgebiet. Handwerker und Tagelöhner, Kötter und Kolonen fanden Arbeit im Straßenbau. Fast alle kamen aus Lüdinghausen, Selm und Bork. Das Buch enthält Vertragstexte, Abrechnungen und viele Namen der damals Beteiligten. >

„Alles lag in der Sonne“ 

Von Flucht oder Vertreibung betroffenen Menschen aus Selm sollte Gelegenheit gegeben werden, ihre Erfahrungen mitzuteilen. Sechs Personen fanden sich bereit, ihre Erlebnisse zu erzählen. Die Gesprächspartner bereiteten sich in dem Zeitzeugen-Projekt "Flucht und Vertreibung" der VHS Selm darauf vor, Interviews zu führen, das Erzählte aufzunehmen und aufzuschreiben.
Zu danken ist den Zeitzeugen, die dem Projekt ihre Geschichten anvertrauten, auch wenn das Erzählte sehr emotionale Erinnerungen wachrief. Beeindruckend ist die Haltung, mit der die Betroffenen auf ihre Erfahrungen zurückblicken, und ihr Humor, der viele Erlebnisse trotz widrigster Umstände begleitete. >

Das Buch im Netz

Franz Jakob von Hilgers

Biografische Notizen 1810 - 1877    zur Website

... mit dem bitteren Gefühl, daß ich eine angenehme Existenz politischer Überzeugungs-Treue unkluger Weise geopfert habe.
(Hilgers an Innenminister Graf von Schwerin und Finanzminister von Patow)

Vom 27.10.1856 bis zum 15.03.1858 war Hilgers Landratsamtsverwalter im Kreis Lüdinghausen.

 
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